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Es gibt ganz unterschiedliche Gründe für einen Unternehmenskauf: für Unternehmer, die expandieren möchten, für Investoren und Kapitalanleger, die eine Kapitalrendite suchen oder für Gründer, die den Start in die Selbständigkeit verwirklichen wollen. Viele erfolgreiche Unternehmen stehen vor der Entscheidung, angrenzende Geschäftsfelder zu besetzen, z.B. um das Volumen ihres Geschäfts zu erhöhen oder um das Unternehmen mit neuen Segmenten zukunftsfähig zu machen. Neben der Gründung eines eigenen Geschäftsbereichs ist der Kauf eines bereits bestehenden Unternehmens oft eine lohnende Alternative. Expansion durch Unternehmenskauf ist in diesem Fall also Teil einer Erfolgsstrategie.

Teil einer Gründerstrategie kann auch der Kauf einer Firma sein. Der Hintergrund: Statistiken zeigen, dass etwa die Hälfte aller Unternehmensneugründungen die ersten 5 Jahre nicht überstehen. Gerade Unternehmen in der Aufbauphase sind besonders gefährdet. Als Alternative zu einer Neugründung macht es deshalb Sinn, über den Kauf eines Unternehmens nachzudenken. Der Vorteil: es hat sich bereits am Markt etabliert, verfügt über bestehende Kundenbeziehungen und ist solide aufgestellt.

Um diese Ziele zu erreichen, gelingt eine Transaktion für Kaufinteressenten und Verkäufer  am besten über einen transparenten und durchstrukturierten Verkaufsprozess. AVANDIL hat diesen Prozess abgeleitet aus hochprofessionell durchgeführten Transaktionen von Grossunternehmen und sie angepasst auf das mittelständische Firmensegment: genauso strukturiert, sehr zügig, unbedingt persönlich – dabei auf Konzernniveau.

Ein Transaktionsprozess für kleine und mittelständische Unternehmen gliedert sich grundsätzlich in drei Phasen: Optimierung, Vermarktung und Zusammenführung. Der Kauf an sich wird in der Zusammenführungsphase verhandelt.

Zunächst geht es darum, fundamentale Daten zum Unternehmen und generelle Vorstellungen zur bevorstehenden Transaktion zwischen Käufer und Verkäufer auszutauschen.

Um Geheimhaltung bei diesem Informationsaustausch zu gewährleisten, unterzeichnen beide Seiten im Vorfeld eine Vertraulichkeitserklärung (Non Disclosure Agreement).

Danach findet ein persönliches Erstgespräch zwischen dem Verkäufer und dem Kaufinteressenten statt. Ziel dieses Gespräches ist es, das zum Verkauf stehende Unternehmen und die handelnden Personen besser kennen zu lernen. Anschließend tauschen die Parteien ein indikatives Angebot über den zu zahlenden Kaufpreis aus. Die wichtigsten Eckpunkte der geplanten Transaktion wie z.B. die Transaktionsstruktur, die Kaufpreisvorstellungen der Parteien, der Zeitrahmen und das weitere Vorgehen werden oft in einem einem Letter of Intent (=Absichtserklärung) festgehalten.

Der Kaufinteressent veranlaßt in der Regel eine Prüfung des zum Verkauf stehenden Unternehmens, um etwaige Risiken im Geschäftsbetrieb zu erkennen. Dieses Verfahren – oft von den Beratern des Kaufinteressenten durchgeführt – wird „Due Diligence“ genannt und untersucht finanzielle und rechtliche Gegebenheiten. Die Ergebnisse fließen in die weiteren Verkaufsverhandlungen ein, sodass es zwischen den Parteien zu einer Verständigung über den tatsächlichen Kaufpreis kommen kann.

Im nächsten Schritt verhandeln die Parteien einen Kaufvertragsentwurfs, der in aller Regel von einem Rechtsanwalt erstellt wird. Die Verhandlungsphase wird mit der Vertragsunterzeichnung abgeschlossen (signing). Mit Überweisung des Kaufpreises werden die Anteile (share-deal) oder Vermögensgegenstände (asset-deal) auf den Käufer übertragen (closing).